Kreishandwerkerschaft Tuttlingen

Moltkestr. 7
78532 Tuttlingen

Tel: 07461 / 2201
Fax: 07461 / 12302

Öffnungszeiten:
Montag - Freitag von 8.00 bis 12.00 Uhr
Montag - Mittwoch von 13.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Donnerstag von 13.00 bis 18.00 Uhr

Ehrung Stellvertretender Obermeister Ulrich Roth

Im Rahmen der Delegiertenversammlung des Verbandes des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg e.V. wurde Ulrich Roth, Sulz, mit der Silbernen Ehrennadel des Verbandes ausgezeichnet. Das langjährige Vorstandsmitglied und stellvertretender Obermeister der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Tuttlingen-Rottweil wurde vor wenigen Wochen im Rahmen der diesjährigen Mitgliederversammlung verabschiedet und mit der Bronzenen Ehrennadel der Handwerkskammer Konstanz geehrt. Nunmehr wurde er im Beisein von Obermeister Bernd Klaiber und Geschäftsführer Kurt Scherfer in Leinfelden-Echterdingen mit der Silbernen Ehrennadel des Verbandes ausgezeichnet.
In seiner Laudatio ging Verbandspräsident Dr. Harry Brambach auf die Verdienste von Ulrich Roth ein. Bereits 1997 wurde der Geehrte Mitglied des sozialpolitischen Ausschusses der Verbandstarifkommission. Der Präsident bezeichnete die Tarifpolitik als ein besonders anstrengendes, aufreibendes und verantwortungsvolles Tätigkeitsfeld des Verbandes, in das sich Ulrich Roth stets mit aller Kraft einbrachte. Darüber hinaus gehörte Ulrich Roth seit 2003 dem Innungsvorstand an und übte zwölf Jahre lang das Amt des stellvertretenden Obermeisters aus.
In Anerkennung seiner Verdienste um das baden-württembergische Kraftfahrzeuggewerbe erhielt Ulrich Roth aus den Händen von Präsident Dr. Harry Brambach die zweithöchste Auszeichnung, die der Verband zu vergeben hat: die Silberne Ehrennadel mit Ehrenurkunde.

Ehrung Rothklein
Präsident Dr. Harry Brambach (links) freut sich zusammen mit Hauptgeschäftsführer Carsten Beuß (rechts) über die Auszeichnung von Ulrich Roth (Mitte)

Ausbildungsbörse

Insgesamt 6.400 Besucher nutzten die Chance, sich über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten in Handel, Handwerk, Industrie und Dienstleistungseinrichtungen im Rahmen der diesjährigen Ausbildungsbörse in der Stadthalle in Tuttlingen zu informieren. Insgesamt warben 97 Betriebe und Institutionen um künftige Auszubildende.

Der Innungsstand mit seinen Motorenmodellen war immer wieder Anziehungspunkt für interessierte Jugendliche. In zahlreichen Gesprächen konnte das engagierte Innungsteam, bestehend aus Meistern, Lehrer und Azubis, Jugendliche für die Autoberufe begeistern.

Ausbildungsboerse1klein
Die Standbesetzung kurz vor Eröffnung der Messe

Kaskoschäden abwickeln

„Mit der Kfz-Innung hoch hinaus“

Im Rahmen der Seminarreihe der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Tuttlingen-Rottweil fand auf dem „thyssenkrupp Testturm“ in Rottweil eine Vortragsveranstaltung mit Rechtsanwalt Joachim Otting zum Thema „Kaskoschäden abwickeln“ statt. Die sehr zahlreich erschienenen Mitglieder nutzen zunächst einen einzigartigen Rundumblick bis zu den Alpen von der auf 232 Meter gelegenen Aussichtsplattform des Turmes.

Inspiriert hiervon stiegen die Teilnehmer in die umfangreiche Rechtsmaterie ein. Mit Joachim Otting, Buchautor, Trainer sowie Lehrbeauftragter für Recht an der Hochschule Nürtingen-Geislingen, konnte wiederum der bekannteste Referent für alle Fragen aus dem Bereich des Kraftfahrzeugschadensrechts für diese Veranstaltung gewonnen werden.

Gleich zu Beginn seiner Ausführungen stellte er das Dreiecksverhältnis zwischen Versicherungsnehmer, Versicherer und der Kfz-Werkstatt dar, um die nachfolgenden Ausführungen im Kaskorecht folgerichtig einschätzen zu können. Auch ist es wichtig, in diesem Zusammenhang den Versicherungsvertrag des Kunden zu kennen, damit dieser mit den allgemeinen Bedingungen für die Kaskoversicherung (AKB 2015 – Stand 12.10.2017) verglichen werden kann. Hier ist in den Bereichen A.2.5 bis A.2.7 genau geregelt, was im Schadenfall zu zahlen ist. Bei Kasko gilt wie vertraglich vereinbart. Wenn nichts gesondert geregelt ist, dann greift wie im Haftpflichtfall das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB). Für den juristischen Laien wurden die Fälle verständlich und praxisnah aufbereitet sowie anhand aktueller Rechtsprechung belegt.
Weiterhin riet er den Anwesenden, Reparaturen nach Gutachten abzurechnen, dies verhindert Kürzungen, so der Referent.

Weiterhin wurde das Thema Verbringungskosten erläutert und ausgiebig diskutiert. Wenn es keine Regelung dazu gibt, dann gilt das gleiche wie bei den Haftpflichtschäden. Denn die werkvertragliche Frage ist identisch zu beurteilen, weil der Werkvertrag unabhängig von der Versicherung zu beurteilen ist. Ohne Sonderregelungen schuldet auch der Kaskoversicherer die „erforderlichen Kosten“ der Reparatur.

Abschließend bedankte sich Obermeister Bernd Klaiber, Balgheim, beim Referenten mit dem Innungsgeschenk und dem Hinweis, auch im kommenden Jahr ein Schadensrechtseminar zu einem aktuellen Thema anzubieten.

Ottingklein
Obermeister Bernd Klaiber (links) bedankt sich bei Referent Joachim Otting (rechts) für dessen ausgezeichnete Ausführungen

Jahreshauptversammlung

Neben vielen aktuellen Themen standen im diesem Jahr auch Neuwahlen auf der Tagesordnung der Mitgliederversammlung der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Tuttlingen-Rottweil, die in der Bildungsakademie der Handwerkskammer Konstanz in Rottweil stattfand. Obermeister Bernd Klaiber, Balgheim, konnte neben den sehr zahlreich erschienenen Mitgliedern auch weitere Gäste begrüßen. Unter ihnen Vertreter der beruflichen Schulen aus den Landkreisen Rottweil und Tuttlingen, der Beruflichen Bildungsstätte Tuttlingen, der Prüforganisationen DEKRA und TÜV und der Referent des Abends, Ass. jur. Lothar Hempel, Handwerkskammer Konstanz.

Obermeister Klaiber sprach in seinem Jahresbericht von einem ereignisreichen Jahr. Schwerpunktthema des vergangenen Jahres war sicherlich die Dieseldiskussion und die daraus resultierende Verunsicherung von Autobesitzern und Kaufinteressenten. Es könne nicht sein, so Bernd Klaiber, dass die Autohaus- und Werkstattbesitzer das ausbaden, was ihnen Politik und Hersteller eingebrockt haben, nur weil sie nicht ihrer Aufgabe nachgekommen sind, Emissionen von Fahrzeugen rechtzeitig und wirksam zu begrenzen. Der Obermeister sprach davon, dass die Prüfbedingungen und Grenzwerte teilweise zu weit vom realen Fahrbetrieb entfernt sind. Hier dürfen die Kfz-Betriebe und die Autofahrer nicht die Sündenböcke sein, indem sie die Wertverluste der Fahrzeuge tragen. Speziell für die Autohäuser können die Leasingrückläufer zum Problem werden. Wenn hier der Restwert einbricht, kann dies existenzbedrohende Belastungen für die Betriebe haben.
In seinen weiteren Ausführungen ging der Obermeister auf die Auswirkungen des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig vom 27. Februar 2018 ein. In diesem Zusammenhang setzt das Kraftfahrzeuggewerbe eindeutig auf Nachrüstung, wobei die Kosten hierfür gefördert werden müssen. Andererseits sind natürlich auch die Hersteller in der Pflicht, da es nicht sein kann, dass der Fahrzeughalter auf den Kosten sitzen bleibt.
Im zweiten Teil seines Berichtes sprach der Obermeister das sehr aktive Innungsleben an. Unter anderem war die Teilnahme an der Ausbildungsplatzbörse in Tuttlingen ein voller Erfolg. Mit „Schadensrecht-Papst“ Rechtsanwalt Joachim Otting, gelang es wiederum, die Bereiche Schaden- und Kaskorecht sowie das Autokaufrecht im Rahmen eines Halbtagsseminars den Mitgliedsbetrieben näher zu bringen. Welche Neuerungen auf die Betriebe im Zuge der neuen Fahrzeuguntersuchungsverordnung zukommen, wurde mit Verbandsvertreter Bernd Schalud in einer Schulungsveranstaltung besprochen und erörtert. Der Besuch der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt im Form einer Gemeinschaftsfahrt stand neben einer Schulung mit Peter Schürmann, Handwerkskammer Konstanz, zum Thema „Rechtssichere Handhabung von Gefahrstoffen im Autohaus“ ebenfalls auf dem Programm.
Geschäftsführer Kurt Scherfer sprach bei seinem Finanzbericht von geordneten Verhältnissen, die sich jeweils in der Jahresrechnung und dem Haushaltsplan widerspiegeln.
Bei den sich anschließenden Wahlen wurde Obermeister Bernd Klaiber einstimmig im Amt bestätigt. Für den scheidenden stellvertretenden Obermeister Ulrich Roth, Sulz, wurde das bisherige Vorstandsmitglied Hans-Martin Meng, Oberndorf-Bochingen, einstimmig als Nachfolger gewählt. Als Nachfolger für Hans-Martin Meng wurde Peter Roth, Sulz, gewählt. Nachfolgend wurden in ihren Ämtern bestätigt:
Lehrlingswart Hubert Weber, Tuttlingen sowie die Vorstandsmitglieder
Klaus Kaufmann, Tuttlingen
Karl-Eugen Brunner, Irndorf
Ewald Stefan Kurz, Schramberg-Sulgen sowie
Jürgen Banholzer, Dietingen-Böhringen.
Die Wahlen zu den einzelnen Ausschüssen fanden abschließend statt.
Obermeister Bernd Klaiber und Geschäftsführer Kurt Scherfer ehrten im Nachhinein den scheidenden stellvertretenden Obermeister Ulrich Roth für seine Verdienste mit der Bronzenen Ehrennadel der Handwerkskammer Konstanz.
Ass. jur. Lothar Hempel, Handwerkskammer Konstanz, trug im nachfolgenden Referat die „Betrugsmaschen im Handwerk“ vor. Zahlreiche Beispiele konnte der erfahrene Jurist den Innungsmitgliedern vorstellen. Neben den als Rechnung getarnten Angeboten für die Handelsregistereintragung oder der Forderung von Massenabmahnern nach Geld und strafbewehrter Unterlassungserklärung sprach er den Nepp im Web an: Falsche Mahnungen sind immer wieder im Umlauf.
Obermeister Bernd Klaiber kündigte abschließend die nächste Innungsveranstaltung am 3. Mai im in den Räumen des Thyssen-Krupp-Testturms in Rottweil mit dem Thema „Kasko-Schäden abwickeln“ mit Referent Rechtsanwalt Joachim Otting an.

JHV1klein
Obermeister Bernd Klaiber (rechts) und Innungsgeschäftsführer Kurt Scherfer (links) verabschieden den bisherigen stellvertretenden Obermeister Ulrich Roth (Mitte)
JHV2klein
Die neu gewählte Vorstandschaft der Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Tuttlingen-Rottweil von rechts nach links: Obermeister Bernd Klaiber, Karl-Eugen Brunner, Hans-Martin Meng, Klaus Kaufmann, Peter Roth, Hubert Weber, Jürgen Banholzer und Geschäftsführer Kurt Scherfer. Auf dem Bild fehlt Vorstandsmitglied Ewald Stefan Kurz.