Kreishandwerkerschaft Tuttlingen

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78532 Tuttlingen

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Innungsfusion beschlossen

Die beiden Metzger-Innungen aus Rottweil und Tuttlingen haben in der kürzlich stattgefundenen Fusionsmitgliederversammlung in der Bildungsakademie Rottweil die Fusion mit Wirkung zum 1. Januar 2019 beschlossen. Zunächst beschlossen die beiden Innungen in getrennten Mitgliederversammlungen die geplante Fusion.

In der gemeinsamen Fusionsmitgliederversammlung erfolgte dann die einstimmige Beschlussfassung zur Fusion und zur neuen Innungssatzung. Die neue Innung nennt sich künftig Metzger-Innung Rottweil-Tuttlingen mit Sitz und Geschäftsführung bei der Kreishandwerkerschaft Tuttlingen. Das Innungsgebiet erstreckt sich auf die Landkreise Rottweil und Tuttlingen mit insgesamt 40 Mitgliedsbetrieben. Durch diese Fusion sollen die Kräfte gebündelt werden, um durchschlagskräftiger agieren zu können. Die Stärke und Attraktivität des Metzgerhandwerks soll mittels Öffentlichkeitsveranstaltungen befördert werden. Außerdem steht die Nachwuchsgewinnung ganz oben auf der Agenda, welche durch die Teilnahme an Berufsbildungsmessen und anderen Aktivitäten gesteigert werden soll. Darüber hinaus sollen Weiterbildungsmaßnahmen für Inhaber und Mitarbeiter gleichermaßen angeboten werden.

Die sehr zahlreich erschienenen Innungsmitglieder wählten einstimmig Matthias Traub aus Trossingen zum neuen Obermeister. Ebenso einstimmig wurde Michael Jauch aus Oberndorf zu seinem Stellvertreter gewählt. Zum Schriftführer der neu gegründeten Innung wurde jeweils einstimmig Martin Steinwandel aus Dunningen-Seedorf und zum Lehrlingswart Hubert Digeser aus Irslingen gewählt. Die weiteren Vorstandswahlen brachten folgendes Ergebnis:

Claudius Jauch, Zimmern-Stetten
Tobias Günter, Zimmern
Markus Maier, Rottweil
Rainer Renk, Spaichingen
Johannes Storz, Rietheim-Weilheim
Ulrike Peters, Emmingen-Liptingen
Thomas Bippus, Denkingen und
Anton Schätzle, Deilingen.

In weiteren Wahlhandlungen wurden die Mitglieder des Gesellenprüfungsausschusses, des Berufsbildungsausschusses, des Rechnungs- und Kassenprüfungsausschusses sowie die Delegierten zum Landesinnungsverband und der Kreishandwerkerschaft gewählt.
Einstimmig wurde auch der Haushaltsplan für das Jahr 2019 verabschiedet.
Für den Spätherbst ist eine Gesellenversammlung mit Wahlen zu den entsprechenden Ausschüssen geplant, die ebenfalls mit Wirkung des 1. Januar 2019 ihre Arbeit aufnehmen sollen.


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Die neu gewählte Vorstandschaft von rechts nach links: Vorstandsmitglied Markus Maier, Kreishandwerksmeister Andreas Frank, Rottweil, Vorstandsmitglied Tobias Günter, stellvertretender Obermeister Michael Jauch, Obermeister Matthias Traub, Ehrenobermeister Karl Hezinger, Schriftführer Martin Steinwandel, Ehrenlandesinnungsmeister Kurt Matthes, Lehrlingswart Hubert Digeser sowie die Vorstandsmitglieder Claudius Jauch und Johannes Storz. Auf dem Bild fehlen die Vorstandsmitglieder Rainer Renk, Thomas Bippus, Anton Schätzle und Ulrike Peters.

Jahreshauptversammlung

Die diesjährige Jahreshauptversammlung der Metzger-Innung Tuttlingen stand ganz im Zeichen des Vortrags von Herrn Landesgeschäftsführer Dipl.-Verw.-Wiss. Ulrich Klostermann, Landesinnungsverband für das Fleischerhandwerk in Baden-Württemberg, welcher über die Einführung manipulationssicherer Kassensysteme referierte. Zuvor jedoch ging Obermeister Matthias Traub, Trossingen, in seinem Jahresbericht auf die Entwicklungen im Metzgerhandwerk ein. Laut Verband ist der Gesamtumsatz im Metzgerhandwerk nur leicht zurückgegangen, dabei blieb die Beschäftigungslage stabil. Schwierig ist es allerdings, den geeigneten Nachwuchs zu finden. Deshalb beteiligte sich die Innung auch im vergangenen Jahr an der Ausbildungsbörse in Tuttlingen sowie an Berufsvorstellungen in Schulen. Darüber hinaus stellen Bildungspartnerschaften einzelner Betriebe mit den örtlichen Schulen ebenfalls die Möglichkeit zur Nachwuchsgewinnung dar. Für einen weiteren Bürokratieabbau spricht sich der Obermeister ebenfalls aus. Wichtiger als jede Kennzeichnung von Produkten ist das im Handwerk typische Verkaufsgespräch durch ausgebildetes Fachpersonal. Weiterhin bekennt sich das Metzgerhandwerk zur Verantwortung, den Verbrauchern gesunde und genussreiche Lebensmittel anzubieten. Eine hohe Qualität aus heimischen Regionen ist gelebter Verbraucherschutz, so der Obermeister abschließend. Nachfolgend ging Geschäftsführer Kurt Scherfer auf die Finanzpläne der Innung ein. Neben Abnahme der Jahresrechnung wurde auch der Haushaltplan einstimmig verabschiedet. Landesgeschäftsführer Ulrich Klostermann ging in seinem Referat auf den aktuellen Stand der Einführung manipulationssicherer Kassensysteme ein. So müssen die Daten einzeln gespeichert, jederzeit verfügbar, unverzüglich lesbar und maschinell auswertbar sein. Anhand des vom Deutschen Fleischerband erarbeiteten Kassenleitfadens brachte er den anwesenden Innungsmitgliedern die Neuerungen näher. Neben der allgemeinen Kassenführung wurden auch die Organisationsunterlagen, die Tagesendsummenbons sowie das interne Kontrollsystem eingehend erläutert. Mit einem Ausblick auf die kommenden Innungsaktivitäten schloss Obermeister Matthias Traub die sehr informative Jahreshauptversammlung.

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Obermeister Matthias Traub (rechts) bedankt sich bei Landesgeschäftsführer Ulrich Klostermann (links) für dessen ausgezeichneten Vortrag mit dem Innungsgeschenk

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Seminar mit der BG

Auf Veranlassung der Metzger-Innung Tuttlingen ist es gelungen, zusammen mit der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) in Mannheim, eine regionale Fortbildung für Unternehmer im Unternehmermodell vor Ort in der Bildungsakademie Rottweil anzubieten. Zu dieser Veranstaltung fanden sich auch Kollegen aus den Landkreisen Rottweil, Schwarzwald-Baar, Konstanz, Sigmaringen und Zollern-Alb ein. In diesem eintägigen Seminar, das unter dem Motto „Gefährdungsbeurteilungen erfolgreich durchführen“ stand, wurden wichtige Details an die Unternehmer bzw. Geschäftsführer von Klein- und Mittelbetrieben aus dem Metzgerhandwerk, die bereits ein Basisseminar besucht haben, durch die Referenten Martina Scharmentke und Tim Kleinecke übermittelt. Auf dem Basisseminar aufbauend, wurde den Teilnehmern ein vertieftes Wissen hinsichtlich der Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen zur Kenntnis gebracht. Sie lernten Handlungshilfen und Ansprechpartner kennen, die im Bedarfsfall genutzt werden können. Ein wichtiger Bestandteil des Seminars war auch der Erfahrungsaustausch hinsichtlich der Umsetzung von Arbeits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen.
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Referent Tim Kleinecke bei seinen interessanten Ausführungen